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    SPIDER – Sichere Powerline-Datenkommunikation
    im intelligenten Energienetz

    spiderLaufzeit: 2013-2015

    Förderung: Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi)

    Ansprechpartner: Prof. Dr. Gunnar Stevens

    Das Projekt zielt auf die Entwicklung und Zertifizierung eines Smart Meter Gateways unter Berücksichtigung relevanter Stakeholder zur Umsetzung Sicherer Powerline-Datenkommunikation im intelligenten Energienetz ab. Der besondere Beitrag der Universität Siegen liegt darauf, die zu gestaltende Sicherheitsinfrastruktur unter Berücksichtigung menschlichen Verhaltens zu optimieren.

    Im Projekt SPIDER wird der anwendungsorientierte Auf- und Ausbau des Smart Gateway als Sicherheitskomponente für Anwendungen und Dienstleistungen in der IT-Infrastruktur des zukünftigen intelligenten Energienetzes verfolgt. Der Einsatz standardisierter Konzepte und Mechanismen des Trusted Computing (TC) ermöglicht es, Sicherheitsanforderungen auch in potentiell nicht vertrauenswürdigen Umgebungen umzusetzen, wie sie durch die dezentrale Netzorganisation des Smart Grid entstehen können. Insbesondere ermöglicht TC, ausgehend vom Trusted Platform Module die Messung der Systemintegrität, eine starke Authentifikation der beteiligten Plattformen sowie eine zuverlässige Aussage zur Integrität eines IT-Systems. Im Bereich der Endteilnehmer auf Niederspannungsseite sind hier aufgrund der allgemeinen Zugänglichkeit im besonderen Maße Sicherheitsaspekte zu berücksichtigen. Dabei sind die Vorgaben des Common Criteria Schutzprofiles des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) umzusetzen. Ziel des Schutzprofiles, das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) in Auftrag gegeben wurde, ist eine verbindliche Vorgabe von technischen Datenschutz- und Datensicherheitsstandards zu erreichen, um auf sicherer Basis weitere Schritte beim Thema Smart Metering angehen zu können. Die Marktakzeptanz dieser Lösungen wird entscheidend von der Zuverlässigkeit und Sicherheit der verwendeten IT-Systeme abhängen. Von zentraler Bedeutung ist, die vorhandenen Standards – sowohl Common Criteria als auch die Technische Richtlinie – zu beachten und umzusetzen sowie für neue Produkte derart fortzuschreiben, dass die Interoperabilität gewährleistet bleibt.

    Ausgehend vom aktuellen Stand der Technik verfolgt die Universität Siegen mit ihre Projektpartnern das Ziel, die sichere powerline basierte Datenübertragung im intelligenten Energienetz zu realisieren. Zum Projektende soll ein vollständiges Sicherheitskonzept für die zuverlässige und sichere powerline-basierte Datenübertragung in Energienetzen vorliegen. Dies schließt Betrachtungen zur Endpunktsicherheit, zur Vertrauensbildung, zu gesamten Lebenszyklus, zur Einsetzbarkeit der Endgeräte in für Dritte zugänglichen Bereichen, zur ergonomischen Sicherheit, wie auch die Realisierung der notwendigen Hard- und Softwarekomponenten mit ein. Die Hard- und Softwarekomponenten des Sicherheitskonzeptes werden vollständig in Form von Prototypen umgesetzt. Die Erkenntnisse aus dem Projekt sowie die Prototypen werden in einem realen Feldtest in einem Hamburger Wohnviertel evaluiert. Der besondere Beitrag der Universität Siegen liegt darauf, die zu gestaltende Sicherheitsinfrastruktur unter Berücksichtigung menschlichen Verhaltens zu optimieren. Die Betrachtung ergonomischer Sicherheit aus Endnutzerperspektive trägt wesentlich dazu bei, die Anzahl von Fehlbedienungen zu minimieren, die Akzeptanz der bereitgestellten Mehrwerte zu erhöhen sowie Sicherheitsbewusstsein und-kompetenz der Endbenutzer zu fördern.

    Mehr Informationen unter www.spider-smartmetergateway.de

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