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    12. Oktober 2006

    Come_IN Projekt mit Medienpreis der Deutschen Telekom Stiftung ausgezeichnet

    Gemeinsames Projekt der Marienschule in Bonn und der Universität Siegen

    Gemeinsames Lernen verschiedener Kulturen und Generationen ist eine besonders aktive und bewusste Form von Integration durch gemeinsame Praxis. Dies kann durch den Gebrauch von modernen Technologien unterstützt und beschleunigt werden. Dazu wurde 2004 in Bonn und 2006 in Siegen ein Interkultureller Computerclub („come_IN“) mit wissenschaftlicher Betreuung der Universität Siegen gegründet.

    Dieses Konzept der Universität Siegen hat die Jury von „Schulen ans Netz“, einer gemeinsamen Initiative vom „Bundesministerium für Bildung und Forschung“ und der „Deutschen Telekom AG“ überzeugt, welches am Montag in Berlin in der Kategorie Medienpreis „Einzelprojekt“ ausgezeichnet wird.

    Dr. Annette Schavan, Bundesministerin für Bildung und Forschung, Kai-Uwe Ricke, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Telekom AG, Ute Erdsiek-Rave, Präsidentin der Kultusministerkonferenz sowie Dr. Maik Lehmann, Vorstandsvorsitzender von Schulen ans Netz e. V. werden auch anwesend sein.

    Praktische Umsetzung

    Praktisch umgesetzt wird das Projekt seit März 2004 in der Marienschule in Bonn, die einen hohen Anteil an Schülern mit Migrationshintergrund aufweist. Dort wurde im eine Internet-und-Computer-Begegnungsstätte („come_IN“) für Schüler und Eltern gegründet, die schon im Ansatz über das klassische Modell eines Computerclubs weit hinausreicht, da gemeinsame Projektarbeiten mithilfe von modernen Medien helfen sollen, sprachliche und kulturelle Differenzen zu verringern und einen Effekt auf die Identitätsbildung der Teilnehmer zu erzeugen. Oberste Priorität hat dabei, die Beteiligten bei ihren Interessen abzuholen, so erst entsteht die Motivation Computerkompetenzen zu erlangen, die wichtig für die Zukunft der Kinder, aber auch deren Eltern, sind.

    Aus der projektbezogenen Zusammenarbeit von Kindern und Eltern ergeben sich neue Formen, die nicht nur die Grenzen zwischen den Generationen und Kulturen überschreiten, sondern auch die traditionelle Rollenverteilung zwischen Lehrendem und Lernendem umkehren oder gar aufheben. Gemeinsame Projekte und Aktivitäten schaffen ein neues Bewusstsein für das Stadtviertel und die Art und Weise, wie man dort miteinander lebt. So soll der Computerclub come_IN zur „Keimzelle“ eines Dialogs zwischen den Generationen und Kulturen, unterstützt durch moderne Technologien, werden. Bei den wöchentlichen Treffen werden die Teilnehmer von Lehrern, Tutoren und den Wissenschaftlern der Universität Siegen (unter Leitung von Prof. Volker Wulf und Prof. Hans Brügelmann) betreut.

    come_IN als Modell für andere Schulen

    Erste Erfahrungen mit dem 2006 in Siegen gegründeten zweiten Club zeigen, dass das ursprüngliche Konzept der Marienschule übertragbar auf andere Schulen ist. Prinzipiell hat sich come_IN als „massentauglich“ erwiesen, wenn es an die jeweiligen Gegebenheiten von Grundschule und Stadtteil angepasst wird. So wollen die Wissenschaftler mit dem Transfer in andere Schulen fortfahren, um so zu einem Netzwerk zu gelangen, in welchem die einzelnen come_IN-Clubs miteinander agieren können.

    Presseecho

    Radiobeitrag „Kreuz&Quer“ vom 22.10.2006, Quelle: http://www.radiowerkstattbonn.de