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    SFB 1187: Medien der Kooperation

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    Förderung: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

    Laufzeit: seit 2016

    Ansprechpartner: Univ.-Prof. Dr. Volker Wulf (stellv. Leiter)

    Teilprojekte

    INF – Infrastrukturkonzepte für die Beforschung kooperativer Medien
    Ansprechpartner: Univ.- Prof. Dr. Volkmar Pipek – Dr. Matthias KornGaia Mosconi, M.A.

    A05 – Kooperative Herstellung von Nutzerautonomie im Kontext der alternden Gesellschaft
    Ansprechpartner: Jun.-Prof. Dr. Claudia MüllerMarén Schorch

    B04 – Digitale Öffentlichkeiten und gesellschaftliche Transformation im Maghreb
    Ansprechpartner: Univ.- Prof. Dr. Volker WulfPD Dr. Markus RohdeKonstantin Aal

    SFB 1187: Medien der Kooperation

    Die digitalen vernetzten Medien haben sich auf breiter Front als kooperative Werkzeuge, Plattformen und Infrastrukturen herausgestellt. Dieser Entwicklung folgend werden zahlreiche öffentliche Debatten zur „digitalen Partizipation“, zur Karriere der „Sozialen Medien“, zu den normativen und rechtlichen Grundlagen einer „digitalen Kultur“, und zur Überschneidung von medialer Produktion, Distribution und Konsumtion geführt, auf die bisher von wissenschaftlicher Seite nicht adäquat reagiert worden ist. Von Seiten der Medienforschung lassen sich die digitalen Medien nicht mehr als „Einzelmedien“ verstehen, sie verlangen vielmehr eine praxistheoretische Wende, die sukzessive ins Zentrum der deutschen Medienwissenschaft gerückt ist und ihre Forschungen in einen neuen Kontext stellt.

    Gleichzeitig mit der rezenten Medienentwicklung hat sich in den Sozialwissenschaften und Naturwissenschaften – und seit einigen Jahren auch in den Kulturwissenschaften – eine Intensivierung von Forschungen über Themen der „Kooperation“ ereignet, sowohl in Biologie und Neurobiologie, der globalisierten Verflechtungs- und Umweltgeschichte, der Ethnologie, Archäologie und soziolinguistischen Anthropologie. Die Bedingungen sozialer Kooperation und mit ihnen der Kooperationsbegriff befinden sich in einer unabsehbaren transdisziplinären Debatte, die noch mehrere Jahre fruchtbar bleiben, und ihre Wirkung zwischen wissenschaftlichen und zivilgesellschaftlichen Öffentlichkeiten entfalten wird.

    Für historische und aktuelle Medienpraktiken kann nur ein Kooperationsbegriff angemessen sein, der die Charakterisierungen einer „Kooperation ohne Konsens“ (Star/Griesemer 1989) ermöglicht und die Temporalität alltäglicher Medien-Interaktionen und ihrer transitorischen „Objekte“ (Hindmarsh/Heath 2000) berücksichtigt. Eine entsprechende Arbeitsdefinition, die beidem gerecht wird, kann lauten: Kooperation, (definiert durch) „die wechselseitige Verfertigung gemeinsamer Abläufe, Ziele oder Mittel“. In der interdisziplinären Zusammenarbeit wird es immer Forschungsansätze geben, die vordringlich an der Verfertigung gemeinsamer Ziele oder Abläufe interessiert sind und diese zum Ausgangspunkt des Begriffs machen, während sich ein großer Teil der Medienforschung, wie aus der Etymologie des „Mediums“ nicht anders zu erwarten, auf die Verfertigung gemeinsamer „Mittel“ oder eine wechselseitige „Mitte“ richtet, auch und insbesondere dort, wo gemeinsame Ziele und Abläufe fehlen, oder eine „Kooperation ohne Konsens“ zum Ziel der Abläufe wird.

    Weitere Informationen auf der Webseite www.mediacoop.uni-siegen.de

     

    Programmmodul INF – Infrastrukturkonzepte für die Beforschung kooperativer Medien
    Ansprechpartner: Univ.- Prof. Dr. Volkmar Pipek – Dr. Matthias KornGaia Mosconi, M.A.

    Die vielfältigen Untersuchungen von kooperativen Medien im SFB 1187 führen zu einer Sammlung großer und heterogener Datenmengen über hoch kontextbezogene Kooperationszusammenhänge, die es zu verwalten gilt. Dies stellt eine Herausforderung für ein nachhaltiges Forschungsdatenmanagement dar. Für die ForscherInnen im SFB werden deshalb neue unterstützende Forschungsdateninfrastrukturen konzipiert, die den vielfältigen Herausforderungen gerecht werden. So werden Basisdienste zur Datenspeicherung für ein nachhaltiges Forschungsdatenmanagement entwickelt, die eine Speicherung und Verwaltung von Forschungsdaten über kontextbezogene Kooperationszusammenhänge ermöglichen.

    Die sozio-technische Untersuchung und Gestaltung kooperativer Forschungspraktiken im SFB ist ein weiterer zentraler Aspekt des Teilprojektes. Die interdisziplinäre und kooperative Forschungspraxis wird dabei in einer akteurInnen- und aktivitätsorientierten Weise dokumentiert und für kooperierende ForscherInnen transparent gemacht. Durch die Untersuchung und Gestaltung kooperativer Forschungsmedien thematisiert das Teilprojekt so die Möglichkeiten und Grenzen unterschiedlicher Kooperationsformen in den Geistes- und Sozialwissenschaften in der gemeinsamen Erfassung, Analyse und Weiterverwendung von Forschungsdaten.

    Zur Unterstützung kooperativer, digitaler Forschungspraktiken innerhalb und zwischen den Teilprojekten entwickelt und offeriert INF verschiedene Austauschplattformen sowie Forschungswerkzeug und -infrastrukturen für neue Methoden der Datenerhebung und -analyse.

    Weitere Informationen auf der Webseite des Projektes.

    Teilprojekt A05 – Kooperative Herstellung von Nutzerautonomie im Kontext der alternden Gesellschaft
    Ansprechpartner: Jun.-Prof. Dr. Claudia MüllerMarén Schorch

    Teilprojekt B04 – Digitale Öffentlichkeiten und gesellschaftliche Transformation im Maghreb
    Ansprechpartner: Univ.- Prof. Dr. Volker WulfKonstantin Aal

    Publikationen